| Detektive im privaten Bereich |
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Ein solcher Auftrag bedeutet für den Detektiv, sich nun an die Fersen des Mannes zu heften. Dies jedoch unbemerkt, da seine Arbeit sonst sinnlos wäre. Ein solcher Auftrag umfasst eine Observation, die meist den ganzen Tag anhält. Dabei wird genau beobachtet, mit wem sich die Zielperson trifft, mit wem hat er einen engeren Kontakt auf der Arbeit und was macht der Mann, wenn er zu seiner Frau sagt, er müsse länger arbeiten, tut dies aber gar nicht? Für all diese offenen Fragen muss der private Ermittler Antworten finden, wenn er Geld verdienen möchte. Bei seinen Ermittlungen führt der Detektiv ein genaues Protokoll. IN diese vermerkt er seine Beobachtungen. Dabei muss er besonders viel Wert auf die W-Fragen legen. Die W-Fragen: Diese Fragen spielen eine entscheidende Rolle für den Detektiv und seine Ermittlungen. Ist der Auftrag abgeschlossen und die Ermittlungen beendet, bekommt der Auftraggeber oder die Auftraggeberin die Akte zur freien Verfügung. Für einen Detektiv kann ein Fall auch dann abgeschlossen werden, wenn die Anfangsvermutungen des Mandanten oder der Mandantin im Nachhinein als unwahr herausgestellt haben. Stellt aber tatsächlich heraus, dass ein Mann seine Frau betrügt, so ist es Aufgabe des Detektivs, auch beweisen zu können. Oft werden solche Beweise auch in einem späteren Scheidungsverfahren eingesetzt. Aus diesem Grund müssen die Beweise fest und lückenlos dokumentiert sein. Der Detektiv wird Fotomaterial anfertigen und unter Umständen auch die Identität der anderen Frau in Erfahrung bringen. Detektive werden mit gleichen Aufträgen aber auch von Männern beauftragt. Denn auch manche Frauen führen zwei oder mehrere Beziehungen. Ein weiterer heikler Punkt ist die Beweisbeschaffung in Vaterschaftsprozessen oder auch bei der Ermittlung in Unterhaltsangelegenheiten. Besonders wenn es um die Erziehungsgewalt geht, werden die Dokumentationen der Detektive zu dem personellen Hintergrund und auch zur Lebensweise einer Person benötigt. Auch im Bereich der Personenrecherche kommen Detektive häufig zum Einsatz. Reist der Kontakt zu einer Person ab, etwa dem Freund, einem Schulkameraden oder sogar einem Familienmitglied, so schalten manche Menschen einen Detektiv ein, der dann die Spur aufnimmt. Meist sind solche Fälle jedoch sehr langwierig und die Detektive müssen sich besonders hartnäckig zeigen. Dabei ist es hilfreich, wenn der private Ermittler besonders gute Kontakte zu den Einwohnermeldeämtern oder sogar zu Telekommunikationsunternehmen hat. Denn es gilt ein Grundsatz: Wer nicht gefunden werden will, wird meist auch nicht gefunden. Aber e ist nun einmal so, dass jeder Mensch Spuren hinterlässt und genau das machen sich die Detektive zunutze. Ein solcher Auftrag endet dann in den meisten Fällen mit der Bekanntgabe der Adress- und Kontaktdaten der gewünschten Zielperson. In den Kreisen der besseren Gesellschaft werden die Detektive auch gerne angagiert, um mögliche zukünftige Familienmitglieder aus zu spionieren. In solchen Fällen sollen die Ermittler vor der Hochzeit die Familiensituation und vor allem die finanziellen Verhältnisse erforschen. Auch Eltern, die den Lebensstil und den Umgang ihrer Kinder etwas genauer erkunden möchten, schalten immer häufiger einen Detektiv ein. Besonders dann, wenn Eltern die Befürchtung haben, dass sich die Kinder in schlechten Kreisen bewegen oder Angst haben, dass sie auf die schiefe Bahn geraten, greifen sie zu diesem Mittel der Überwachung. Gerade in solch einem Fall übernimmt ein Detektiv auch einen gewissen Grad an Schutzfunktion für die Kinder. Im privaten Strafverfahren können Detektive eingesetzt werden, um die eigene Unschuld zu beweisen. In solch einem Fall muss der Ermittler dann entlastendes Material sammeln. Diese kommt dann im Prozess dem Mandanten zugute. Aber im zivilrechtlichen Streit kann ein privater Ermittler gerichtsverwertbares Beweismaterial liefern. |
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